Pressemitteillung: AbL NRW ruft zur bäuerlichen Beteiligung an Klimaprotesten auf

Zu der morgigen Demo gegen die  Klimapolitik der Bundesregierung in Hamm erklärt die AbL NRW:

„Wir begrüßen die friedlichen Proteste und Aktivitäten in Hamm gegen die Energiepolitik der Bundesregierung und fordern diese auf, endlich ernst zu machen mit dem Klimaschutz, dem Netzausbau sowie dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Die aktuelle Klimapolitik schützt unsere Landwirtschaft nicht vor den immer verheerenderen Folgen der fortschreitenden Erderwärmung.

Immer häufigere strukturelle Dürren sowie extreme Starkregenereignisse bedrohen die Wirtschaftlichkeit und Zukunft unserer Höfe existenziell. Anbau und Ernten sind ebenso wie unsere schwer geschädigten Nadel- und Laubwälder nicht mehr sicher.

Bäuerinnen und Bauern, Landwirte und Landwirtinnen tragen einen wesentlichen Anteil der Energiewende im ländlichen Raum und sind bereit, weiterhin zu investieren. Auch Dach-PV- und Agri-PV-Anlagen sind wichtige Stützen bäuerlicher Landwirtschaft und tragen dazu bei, dass die Wertschöpfung im ländlichen Raum bleibt.

Dafür brauchen sie jedoch verlässliche politische Rahmenbedingungen.

Insbesondere Biogasanlagen, die nach 20 Jahren aus der EEG-Förderung fallen, können durch einen technischen Umbau gezielt für die Zeiten sogenannter Dunkelflauten genutzt werden. Eine solche Optimierung bereits vorhandener Biogasanlagen kann gemeinsam mit Großspeichern einen bedeutenden Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten, anstelle weiterer kostspieliger fossiler Gaskraftwerke.

Wir fordern Ministerin Reiche auf, ihre rückwärtsgewandte fossile Politik zugunsten der Nutzung unserer Heimatenergien Sonne, Wind und Biomasse etc. zu ändern. Als AbL fordern wir die Bundesregierung auf, die Energiewende konsequent umzusetzen und damit den ländlichen Raum sowie die bäuerliche Landwirtschaft zu stärken.

Wir danken allen vor Ort für ihren Einsatz!“

Kontakt:
Ulf Allhoff-Cramer
Mobil: 0172 5226 232
E-Mail: nrw[at]abl-ev.de