Auf der bundesweiten Milchtagung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. in Hardehausen, 2. März 2026, wurde aus Sicht von Molkereien und Erzeuger:innen eindrücklich und umfassend aus der Praxis beschrieben, wie Verträge funktionieren. In dem Praxisbeispiel „Hofmolkerei Volle Kanne“ wurde ein Vertragsmodell vorgestellt, indem die Produktionskosten nach dem Milch-Marker-Index berücksichtigt werden. Die Produktionskosten zu ermitteln ist auch die hoheitliche Aufgabe der Landwirtschaftskammern und liegen somit bereits umfänglich den Landwirtschaftsministerien der Bundesländer vor.
Wir fordern das Bundeslandwirtschaftsministerium und Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer auf, nach dem Milchgipfel unmittelbar einen weiteren Gesprächstermin anzubieten. Dieses Gespräch muss sich aus der Praxis mit der Handhabung von Verträgen in der Landwirtschaft befassen, dazu Beispiele aus der Praxis einladen und die Ermittlung und Einbindung von Produktionskosten thematisieren.
Die wirtschaftliche Situation auf den Höfen ist dramatisch. Übermengen auf dem Milchmarkt drücken die Erzeugerpreise empfindlich nach unten. Deshalb muss jetzt gehandelt werden.
Wir fordern das Bundeslandwirtschaftsministerium und Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer auf, sich für die sofortige Aktivierung des freiwilligen Lieferverzichts auf EU-Ebene einzusetzen, wie es auch das European Milk Board (EMB) fordert.
Die Unterzeichner:innen hier.
