AbL Stellungnahme zur UTP-Evaluierung

Evaluierung und Bewertung der EU-Kommission der Richtlinie über unlautere Handelspraktiken 2019/633 (1.12.2025)

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. bedankt sich für die Einladung, eine Stellungnahme einzureichen, damit die Weiterentwicklung der bestehenden Regelungen diskutiert wird. Das ist aus Sicht der AbL dringend erforderlich und geboten. Im Koalitionsvertrag heißt es dazu auf Seite 45: Wir unterstützen die Evaluierung und die Überarbeitung der Umsetzung der EU-Richtlinie über unfaire Handelspraktiken, um einen Wettbewerb mit fairen Erzeugerpreisen im Lebensmittelmarkt zu ermöglichen. Wir führen eine unabhängige und weisungsfreie Ombudsperson ein.

Marktanalyse:

Die wirtschaftliche Situation der Bäuerinnen und Bauern verschlechtert sich aktuell. Bis auf Rindfleisch sind alle Erzeugerpreise im Sinkflug. Die Schweinepreise sind gefallen, dabei haben sich die Ferkelpreise halbiert. Die Getreidepreise sind zu niedrig, bei steigenden Betriebskosten. Die Kartoffel- und Zuckerrübenpreise lassen Bäuerinnen und Bauern verzweifeln. Im Milchsektor stürzen die Erzeugerpreise dramatisch ab. Ein wichtiger Marktindikator, für einen weiteren drastisch negativen Verlauf ist der Spotmarkt, also die zwischen den Molkereien gehandelte Milch. Auf dem Spotmarkt kostet Milch nur noch 13,50 Cent im Süden und 16,00 Cent im Norden, ein historisches Tief. Mitte Dezember wurde so viel abgepackte Butter wie schon lange nicht mehr verkauft - höchste Absätze vor Weihnachten seit vielen Jahren. Die Molkereiabgabepreise seien zuletzt erneut gesunken, vermeldet die AMI weiter. Die verarbeitende Hand gibt die sinkenden Preise nach „unten“ weiter.

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