Milchdialog: SCHLUSS MIT LUSTIG – UNS GEHT DIE LUFT AUS!

Gemeinsames Forderungspapier an unsere Verarbeiter, die Molkereien und Schlachtereien

Milchdialog

In allen landwirtschaftlichen Bereichen und insbesondere bei den Tierhaltern brennt derzeit die Hütte. Schlachtkapazitäten brechen weg, seit Monaten ruinöse Preise für Rinder und Schweine und Milchpreise, die gerade mal noch zwei Drittel der Kosten decken. Und mit weiteren Auflagen steigen die Kosten weiter, während die Erlösseite stagniert oder sich rückwärts entwickelt.

Die Ursachen dafür mögen von Sektor zu Sektor unterschiedlich sein – gemeinsamer Fakt ist: Das halten unsere Betriebe nicht länger aus!

WIR BRAUCHEN ZWINGEND DEUTLICH HÖHERE MARKTERLÖSE FÜR MILCH, RINDER, SCHWEINE UND GEFLÜGEL: Um unsere Betriebe erhalten und wirtschaftlich nachhaltig weiterentwickeln zu können,
brauchen wir JETZT von unseren Verarbeitern in einem ersten Schritt:

  • für den Liter Milch mindestens 15 Cent mehr!
  • für das kg Rindfleisch mindestens 1 Euro mehr!
  • für das kg Schweinefleisch mindestens 50 Cent mehr!
  • für das kg Geflügel mindestens 20 Cent mehr!

www.milchdialog.com

ES MUSS JETZT ALLES DAFÜR GETAN WERDEN,

DASS DIES KURZFRISTIG REALISIERBAR IST!

Die Erlöse müssen innerhalb der Wertschöpfungskette gerechter verteilt werden! Von den erzielbaren Erlösen muss mehr bei den Erzeugern ankommen! Bei den Landwirten ist das Ende der Fahnenstange erreicht! Hier ist nichts mmehr zu holen! Die Kalkulation der Preise muss von unten nach oben erfolgen!

Die Unternehmen der Verarbeitungs- und Ernährungsindustrie pochen auf Branchenlösungen ohne politische Markteingriffe. Jetzt müssen sie zeigen, dass sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
Unabhängig davon, ob die Landwirte die Verarbeiter als engen Partner oder als Abnehmer mit konträren Interessen betrachten, bleibt festzuhalten:

Die Verarbeiter sind unsere nächsten Marktpartner/-teilnehmer, die unsere Erzeugnisse bezahlen und damit unsere Adressaten. Wer sich nach eigener Aussage als Partner oder Unternehmen der Landwirte versteht, muss diese auch partnerschaftlich behandeln – dazu gehört eine mindestens kostendeckende Bezahlung als Regelfall und nicht als Ausnahme!

  • Handel und Verbraucher greifen zum billigsten Angebot, zahlen aber alle mehr, wenn das Preisniveau flächendeckend angehoben wird.
  • Kein Unterbietungswettbewerb beim Handel!
  • Die Kosten durch höhere Auflagen steigen, das muss sich in den Erzeugerpreisen
    wiederfinden! Aufschläge helfen nicht weiter, wenn die Marktpreise
    zu niedrig sind!

Wir berücksichtigen, dass es mehr als nur eine Forderung an unsere Verarbeiter braucht, um längerfristig gewinnbringende Preise über den Markt zu erreichen: Es braucht Rahmenbedingungen von der Politik und Initiative von allen Beteiligten der Wertschöpfungskette – vom Handel bis zu den Landwirten selbst. Jetzt aber muss es schnell gehen!! Unsere Verarbeiter sind in der Lage, schon kurzfristig mehr zu bezahlen und weiterzuberechnen, um unsere Existenz zu sichern.

NÄCHSTER TERMIN

19. November 2020: Wir holen uns die offizielle Stellungnahme unserer Verarbeiter
persönlich ab! Kein Vertrösten auf eine unbestimmte Zeit, die wir nicht mehr haben!

11.11.2020