Zu den heute verkündeten Dürrehilfen der Bundesregierung:

AbL fordert: Verantwortung aller Marktpartner und konsequente Klimaschutzpolitik ein

Stellungnahme von Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V.

„Die heute von der Bundesregierung beschlossenen Hilfen für die von der Trockenheit betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe ist der Versuch, die größten Schäden und Einkommenseinbußen abzumildern. Schon jetzt ist bei vielen Betroffenen klar, dass dies nicht reichen wird. Wir Bauern brauchen gezielte Hilfen und organisieren mit Selbsthilfemaßnahmen z.B. den Austausch von Futter. Wo bleibt in der Krisensituation die Verantwortung der Molkereien, Schlachthöfe, Getreidehandel und Lebensmitteleinzelhandel? Über faire Preise ließe sich die existenzgefährdete Situation kurzfristig in den Griff bekommen. 32 Cent für den Liter Milch, 1,47 Euro für das Kilo Schweinefleisch – das ist verantwortungslos. Wir Bauern wissen aber auch: Natur lässt sich nicht beherrschen. Wo bleibt die Verantwortung der Politik? Wir Bauern brauchen den Klimaschutz und deshalb auch eine Landwirtschaft und eine Agrarpolitik, die das Klima schont und schützt. Wo bleibt eine konsequente Klimaschutzpolitik? Um diese Antwort kommen die Bundesregierung und die Bundeslandwirtschaftsministerin bei der aktuellen Diskussion um die europäische Agrarreform nicht herum.“

22.08.2018
Von: Pressemeldung